Lärm? Welchen Stellenwert hat er im Zusammenhang mit kleinen Windkraftanlagen?
Lärm ist unglaublich schwer zu beschreiben, ohne ihn zu hören. Hier ist eine kurze Anleitung, um zu verstehen, was Lärm ist, wie er gemessen wird und – noch wichtiger – wie er wahrgenommen wird.
Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass die Messungen in Dezibel (dB) erfolgen. Ein Dezibel entspricht einem Zehntel Bel (B). dB eignet sich hervorragend zur Beschreibung von Leistungsunterschieden oder Wurzel-Leistungs-Verhältnissen.
Warum ist das wichtig? Nun, da es ein Verhältnis ausdrückt, können wir damit die Lautstärke eines Objekts im Vergleich zu einem anderen beurteilen. Mit etwas Mathematik lässt sich berechnen, dass eine 50%ige Geräuschreduzierung einer 3-dB-Senkung entspricht. Beispiel: 80 dB(A) im Vergleich zu 77 dB(A) bedeuten die doppelte Leistung (dies ist eine Vereinfachung, der tatsächliche Wert ist etwas höher). Merken Sie sich einfach: 3 dB bedeuten eine Reduzierung um 50 %, und eine Erhöhung um 3 dB entspricht einer Verdopplung des Schalldrucks. Damit etwas subjektiv doppelt so laut erscheint, ist ein Unterschied von 10 dB erforderlich.
Was ist dann das „A“? Damit Dezibel (dB) im Zusammenhang mit der menschlichen Wahrnehmung Sinn ergeben, ist eine kleine Anpassung nötig. Das „A“ dient dazu, Frequenzen im hörbaren Bereich zu gewichten. Das menschliche Gehör kann mittlere Frequenzen viel besser wahrnehmen als tiefe Bässe. Das „A“ übernimmt diese Umrechnung und sorgt dafür, dass der Wert besser mit dem von uns Menschen wahrgenommenen Schalldruck übereinstimmt.
Wenn wir über Lärm im Zusammenhang mit der Windkraftanlage TWT-11 sprechen, ist es wichtig, einige zusätzliche Konzepte richtig zu verstehen.
- Schallleistungspegel: Akustische Energie, die eine Maschine abgibt. Abgekürzt dB L WA , wobei das A hier die A-Bewertung angibt.
- Schalldruck: Was Sie in einem bestimmten Abstand von der Maschine hören/fühlen würden, gemessen in dB(A).
Der Schallleistungspegel ist eine intelligente Methode, um die gesamte akustische Leistung einer Maschine zu summieren. Dadurch lassen sich zwei Maschinen problemlos miteinander vergleichen, ohne dass weitere Informationen erforderlich sind.
Der Schalldruck lässt sich aus dem Schallleistungspegel berechnen, wenn die Entfernung zur Schallquelle und die Umgebung bekannt sind. Unter normalen Umständen ermöglicht dies die Umrechnung der Schallleistung von 83 dB(L ) WA in einen bestimmten Schalldruck in dB(A) in einem bestimmten Abstand von der Turbine.
Im Fall des TWT-11 bedeutet dies, dass der berechnete Schalldruck am Fuß des Turms 53 dB(A) beträgt, in 25 Metern Entfernung hingegen nur noch 47 dB(A). Anschaulicher ausgedrückt: 53 dB(A) entsprechen in etwa der normalen Lautstärke vor einem Fernseher, und 47 dB(A) einer ruhigen Büroumgebung.
Zu beachten ist außerdem, dass sich der Geräuschpegel mit jeder Verdopplung der Entfernung um 6 dB verringert – eine hilfreiche Faustregel bei der Auswahl von Installationsorten.
Wir liefern derzeit Schätzwerte für die TWT-11, da die endgültigen Messungen Teil der finalen IEC 61400-2-Typgenehmigung sind. Wir gehen davon aus, dass die Schätzwerte innerhalb von ±10 % liegen.
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